Kinderzentrum München Kinderzentrum München: Der Nikolaus kam zu unseren Kindern Kinderzentrum München
 
Der Nikolaus kam zu unseren Kindern


Über 20 Kinder warteten auf der Eltern-Kind-Station des Kinderzentrums am 3. Dezember 2009 schon ungeduldig auf den Nikolaus, der seinen Besuch um 16.00 Uhr angekündigt hatte. Schließlich kam er mit Toni, seinem Gehilfen, singend herein, stellte sich mitten in den großen Kreis und wurde bestaunt, denn er war wirklich eine imposante Erscheinung, sehr groß, im alten Gewand mit Mitra und Bischofsstab. Gleich anfangs bezog er die Kinder in Aktivitäten mit ein, und sie bauten gemeinsam in der Fantasie und mit den Händen einen Schneemann mit zwei Augen, Nase, Hut, Knöpfen und Besen. Anschließend wurde dem unsichtbaren Schneemann kräftig applaudiert und die Kinder durften schreien, so laut sie konnten. Dann ließ der Nikolaus die Kinder und alle Begleitpersonen sein Lieblingslied, „Lasst uns froh und munter sein“, singen. Er fragte die Kinder, warum es den Brauch gäbe, Stiefel vor die Tür zu stellen? „Weil da Süßigkeiten rein müssen“, schrien die Kinder. „Auch bei den Kindern, die nicht so artig waren?“ „Ja“, brüllten alle. Der Nikolaus stimmte ihnen zu, denn er war ein lieber Nikolaus.

Über die letzte Strophe des Liedes, „Nikolaus ist ein guter Mann“, kam er auf die Geschichte des historischen Heiligen Nikolaus, der als Bischof in der Türkei, in der Stadt Myra, heute Demre, um 270 n.Chr. wirkte. Schon als Kind in seiner Geburtsstadt Patara, fühlte Nikolaus sich, der selbst aus einem reichen Elternhaus stammte, unglücklich, wenn er arme Menschen sah und schenkte ihnen alles, was er hatte. Als er dann groß war, verteilte er Geschenke an die Kinder, auch Wollhandschuhe und Jacken gegen die Kälte, bis alle versorgt waren. Deswegen wird er bis heute als guter Patron der Kinder verehrt. 

Es wurde ein weiteres Lied gesungen, „Kling, Glöckchen, kling“, alle Kinderhände gehoben, um Kontakt zum Christkind herzustellen, und die Kinder aufgefordert, kräftig Luft zu holen und den Nikolaus anzupusten, damit er wieder aufgepowert wird. Die Kinder taten das mit großem Spaß. Sie hörten dann eine weitere Geschichte vom Engelchen Plotsch, das immer so tollpatschig war und alles kaputt machte und wie es lernte, Hilfe anzunehmen und sich dann auch mehr Mühe gab. Man dürfe nur den Mut nicht verlieren. Diese Geschichte kam bei den Kindern gut an.

Dann kam endlich der große Moment, als der Nikolaus seinen Sack öffnete und jedem Kind einzeln die Hand gab und ihm eine Süßigkeit überreichte. Die ganz schwerbehinderten Kinder im Rollstuhl, die – wie der Nikolaus sagte – nicht herumspringen können wie die anderen, bekamen noch einen Teddy als Trost. Nikolaus fand auch für sie viele aufmunternde Worte. Zum Abschluss wurde noch „Stille Nacht“ gesungen. Dann musste der Nikolaus weiter, denn er hatte noch eine weite Strecke zurückzulegen. Dieser Nikolaus (Wolfgang Kimmig-Liebe) war ein besonderer Nikolaus, denn durch seine Reisen nach Patara, Myra (Demre), Jerusalem, Bethlehem, Bari, Rom hat er den Weg des heiligen Nikolaus durchlebt und die Kraft bekommen, seit 20 Jahren auf der Spur seines großen Vorbildes seine Mission zu erfüllen und Kindern, Kranken und Bedürftigen beizustehen.