Auf der Basis des Kooperationsvertrages vom 03. April 2009 zur Errichtung einer Stiftungsprofessur für Sozialpädiatrie an der TU München, verfolgen das Kliniken des Bezirks Oberbayern – Kommunalunternehmen mit seiner Gesellschaft Kinderzentrum München gGmbH und die Theodor-Hellbrügge-Stiftung sowie das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München und der Freistaat Bayern das Ziel, durch die Anbindung des Lehrstuhls an das größte Sozialpädiatrische Zentrum Deutschlands mit eigener sozialpädiatrischer Fachklinik für Entwicklungsrehabilitation in besonderem Maße den Transfer theoretisch-wissenschaftlicher fach- und fakultätsübergreifender Erkenntnisse in die sozialpädiatrische Versorgung der betroffenen Kinder- und Jugendlichen und ihrer Familien zu ermöglichen.
Die künftige Struktur der Sozialpädiatrie soll im Zuge der Integration des Kinderzentrums München gGmbH in ein innovatives und zukunftsweisendes Konzept der Kinder- und Jugendmedizin des MRI und des Städtischen Klinikums München GmbH (StKM) sowie der Medizinischen Fakultät der TUM in Form eines Eltern-Kind-Zentrums eingebettet werden. Diese Planung ist mit einer vollständigen Standortverlagerung der Kinderzentrum München gGmbH auf das Gelände der Kinderklinik Schwabing verbunden. Die bisherigen Zeitplanungen gehen von einer Realisierung dieses Vorhabens 2012/2013 aus.
Um die Zusammenarbeit zwischen der Kinderklinik München-Schwabing und dem Sozialpädiatrischen Zentrum des Kinderzentrums München aufzubauen, soll eine erste Struktur in Form einer kleinen Dependance des Sozialpädiatrischen Zentrums an der Kinderklinik München-Schwabing aufgebaut werden. Eine umfassende Kooperation unter adäquater Einbeziehung der organspezialisierten Subdisziplinen der Pädiatrie, die einen großen Teil der chronisch kranken Kinder fachlich betreut, soll damit realisiert werden.
Im ersten Schritt soll eine sozialpädiatrische Sprechstunde des SPZ des Kinderzentrums München am Standort Schwabing mit einem Team aus Kinderarzt, Dipl.-Psychologen und Sozialpädagogen im Frühjahr 2010 etabliert werden.
Das Fachteam würde sich zunächst auf die Arbeitsschwerpunkte Frühdiagnostik- und Frühtherapie von Entwicklungsstörungen und drohenden Behinderungen, interdisziplinäre Diagnostik und Therapie konzentrieren und spezielle Fachangebote im Bereich der Nachsorge für Kinder mit Epilepsien und Kindern mit Zustand nach einer Tumorerkrankung einbeziehen. Aus der fachlichen Zusammenarbeit soll zudem ein Nachsorgekonzept für Kinder mit chronischen Erkrankungen erarbeitet werden.