Im Jahr 2009 wurden im Kinderzentrum zwei interdisziplinäre Fortbildungen für niedergelassene Kinderärzte angeboten.
Frühe Entwicklungssprechstunde im Altersbereich von 0 bis 2 Jahren
Mittwoch, den 01. Juli 2009, 18:00 – 20.15 Uhr
Neurologische Basisuntersuchung, 0 bis 2 Jahre, Dr. med. Michael Hardt
Früherkennungszeichen von Bewegungsstörungen und Therapieplanung, Martin Jakobeit
Der schiefe Säugling, Frühe Diagnose und effektive Therapie, Dr. med. Hartmut Bauer
Früherkennungszeichen von spezifischen Entwicklungsstörungen bei der U7, Dr. Friedrich Voigt
An der Fortbildung nahmen 90 Kinderärzte vor allem aus dem Großraum München teil. Es wurden vor allem Fragen zur Indikationsstellung im Frühbereich intensiv diskutiert. Insgesamt fand die Veranstaltung eine überaus positive Resonanz.
Diagnostik und Behandlung von Sprachentwicklungsstörungen
Mittwoch, den 21.10.2009, 18:00 – 20.15 Uhr
Diagnostische Standards bei der Untersuchung von Sprachentwicklungsstörungen,
Dr. med. Andreas Nickisch
Sprachbezogene Diagnostik bei Sprachentwicklungsstörungen, Maike Horend, Dr. Anne Schulte-Mäter
Entwicklungspsychologische Diagnostik bei Sprachentwicklungsstörungen, Dr. Friedrich Voigt
Therapieplanung bei Sprachentwicklungsstörungen, Maike Horend, Dr. Anne Schulte-Mäter
An der Fortbildung nahmen 70 Kinderärzte vor allem aus dem Großraum München teil. Es wurden Fragen zu den notwendigen Untersuchungsschritten bei Sprachentwicklungsstörungen im Vorschulalter und die Indikationsstellung für Logopädie und andere Funktionstherapien im Frühbereich diskutiert. Eine Vertiefung der Indikationsstellung für Therapien im Vorschulalter wurde von einer Reihe von Teilnehmern gewünscht.
Das Symposium: Aktuelle Themen der Sozialpädiatrie, Kompetente Elternschaft, Früherkennung und Therapie, am 28. und 29. November 2009 in der Großen Aula des Auditorium Maximum der Ludwig-Maximilians-Universität, München, hat einen großen Kreis von Fachbesuchern aus dem In- und Ausland angezogen.
Gemeinsame Veranstalter des Symposiums anlässlich des 90. Geburtstags von Professor Dr. med. Dr. h. c. mult. Theodor Hellbrügge waren das Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität, Prof. Dr. R. von Kries, Heiglhofstraße 63, 81377 München, das Kinderzentrum München, Dr. Friedrich Voigt, Heiglhofstraße 63, 81377 München und die Internationale Akademie für Entwicklungs-Rehabilitation und Theodor-Hellbrügge-Stiftung, Heiglhofstraße 63/II, 81377 München.
Die Vorkonferenz am 27.11.2009 hatte als Schwerpunktthema die Frühdiagnostik von motorischen Störungen und ihre Konsequenzen.
Aus dem weit gefächerten Themenbereich der Sozialpädiatrie haben die Referenten schwerpunktmäßig zu den Themen Bindungs- und Regulationsstörungen, Frühgeborenen-Nachsorge und Nachsorge von chronisch kranken Kindern, Diagnostik und Therapie von Hörstörungen und Sprachentwicklungsstörungen referiert.
Ein Symposiumsband mit den inhaltlich interessantesten Vorträgen ist in Vorbereitung und wird im Laufe des Jahres 2010 erscheinen.
Ein Folgesymposium unter dem Titel Aktuelle Themen der Sozialpädiatrie ist für Ende November 2010 geplant. Die Themenschwerpunkte des Symposiums sind im Moment in Vorbereitung.
Am Symposium nahmen mehr als 500 Personen teil, eine große Zahl von Fachbesuchern kamen aus anderen Sozialpädiatrischen Zentren und Frühförderstellen. Eine große Resonanz fanden die Themen des Hauptsymposiums und es fanden rege Diskussionen zur Diagnosestellung und zur Planung der erforderlichen Behandlungsstrategien statt. Am Abend des 28.11.2009 erfolgte eine Würdigung der Verdienste von Professor Dr. med. Dr. h. c. mult. Theodor Hellbrügge anlässlich seines 90. Geburtstages.
Das Symposium hat einige aktuelle Themen der Sozialpädiatrie aufgegriffen, die in den nächsten Jahren neue Aufgabengebiete für die Sozialpädiatrischen Zentren eröffnen werden. Dazu gehören die Entwicklung von Nachsorgekonzepte für Kinder mit frühen Regulationsstörungen, für Kinder nach Früh- oder Risikogeburt und Kinder mit chronischen Krankheiten. Ein wichtiger Fokus der Diskussionen waren die Indikationsstellung und die Evaluation von Therapiemaßnahmen bei umschriebenen Entwicklungsstörungen.