Konzern    Übersicht    Drucken    Schriftgröße
Suche

Sie sind hier  Ambulanz (SPZ)

Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ)

Das SPZ im kbo-Kinderzentrum München ist eine wichtige Anlaufstelle für Eltern und Bezugspersonen, die Fragen zur Entwicklung ihres Kindes haben. Es ist spezialisiert auf die frühe Diagnostik und Therapie von drohenden oder manifesten Behinderungen/Mehrfachbehinderungen und Entwicklungsstörungen.  

Eltern melden ihr Kind in der Regel aufgrund einer Überweisung durch den niedergelassenen Kinderarzt, aber auch durch Kinderkliniken, seltener durch Ärzte anderer Fachdisziplinen an (Anmeldebogen SPZ).

Alle angemeldeten Patienten erhalten zunächst einen Anamnesefragebogen und werden um bereits vorliegende Befunde gebeten. Dadurch werden Doppeluntersuchungen vermieden und die diagnostischen und therapeutischen Ressourcen des kbo-Kinderzentrums München gezielt eingesetzt. Jedes Kind bzw. jede/r Jugendliche wird in aller Regel zuerst im SPZ vorgestellt. Für eine stationäre Aufnahme gelten spezifische Indikationen.

Wie wird die Entwicklung Ihres Kindes überprüft?

Die Entwicklung von Kindern ist sehr komplex. Deswegen ist es wichtig, dass die Untersuchung des Kindes aus mehreren Gesichtspunkten stattfindet.

Für jedes Kind wird ein festes Team bestimmt. Dieses Team besteht aus einem besonders qualifizierten Kinderarzt und einem fachlich speziell ausgebildeten Diplom- Psychologen („Arzt/Psychologen-Tandem“). Sie koordinieren im Team verschiedene Maßnahmen, um eine optimale diagnostische und therapeutische Versorgung des Kindes zu garantieren. Sie treffen zusammen mit den Patienten und ihren Angehörigen Entscheidungen und begleiten sie kontinuierlich.

Die Grundlage der Diagnostik bildet die kinderärztliche/kinderneurologische und entwicklungspsychologische Diagnostik. Diese wird durch weitere diagnostische Maßnahmen in anderen Fachabteilungen des Hauses ergänzt.

Alle Befunde werden vom Arzt/Psychologen-Tandem zusammengefasst und bewertet. Auf dieser Basis wird ein individueller Behandlungsplan für das jeweilige Kind erstellt.

Welche Rolle spielen Eltern und Familien in der Diagnostik und Therapie?

Die Sozialpädiatrie orientiert sich an den individuellen Ressourcen des Kindes und seiner Familie und an den Stärken seines sozialen Umfeldes. Ziel ist es herauszufinden, welche Stärken und persönlichen Qualitäten des Kindes, der Eltern und der Familie als Ganzes zu einer positiven Bewältigung der Behinderung und ihrer Auswirkung auf die soziale Integration beitragen.

Die Eltern/Bezugspersonen werden eng in den therapeutischen Prozess mit einbezogen. Die therapeutischen Konzepte orientieren sich am Lebensalltag der Eltern. Ziel ist es, dass die Eltern ihre Kompetenzen im Umgang mit ihrem behinderten Kind wieder gewinnen.

In verschiedenen Lebensabschnitten des behinderten Kindes können sich neue Belastungen und schwierige Entscheidungssituationen ergeben. Deshalb strebt das Sozialpädiatrische Zentrum eine langfristige Begleitung der Familie an. Das Basisteam aus Kinderarzt und Diplom-Psychologen garantiert die Langzeitversorgung zur Beobachtung der Entwicklung des Kindes und die kontinuierliche Begleitung der Familie.

 

Startseite